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Leica

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Inhaltsverzeichnis

Begriffserläuterung

Der Markenname Leica

LEItz CAmera

war ursprünglich die Bezeichnung für Kleinbild-Kameras der Firma Leitz.

Der Markenname wurde mit der Vorstellung der Leica I eingeführt. Mittlerweile (Dezember 2009) werden alle Produkte der Firma Leica Camera nicht mehr "Leitz" sondern nur noch "Leica" benannt.

Markennamen von Leica (Leitz)

Hier eine Auswahl von weiteren Markennamen der Firma Leica (Leitz), die die Identifizierung von fotografischen Produkten ein bisschen vereinfacht:

Klassifizierung von Objektiven

Leica Summilux-R 1:1,4/80 mm - mit freundlicher Genehmigung von  arsenal-photo.com
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Leica Summilux-R 1:1,4/80 mm - mit freundlicher Genehmigung von arsenal-photo.com

Die Klassifizierung von Objektiven der Firma Leica (Leitz) ist relativ einfach, da hier (fast immer) Namen entsprechend der Lichtstärke (bzw. Lichtstärkenklasse) verwendet werden:

Markenname Lichtstärke (von - bis) Bildnachweis (u. a.)
Elmar 1:3,5, bis 1:4,5 Elmar 1:3,5/35 mm
Elmarit 1:2,8 APO-Makro-Elmarit-R 1:2,8/100 mm
Summarit 1:2,5 bzw. 1:1,5 Summarit-M 1:1,5/50 mm
Summicron 1:2 APO-Summicron-R 1:2/180 mm
Summilux 1:1,4 Summilux-R 1:1,4/80 mm
Noctilux größer 1:1,4 Noctilux-M 1:1/50 mm

Eine Ausnahme bilden verschiedene Teleobjektive, die mit folgenden Namen bezeichnet werden:

Markenname Lichtstärke (von...bis) Bildnachweis (u. a.)
Hektor unterschiedlich Hektor 1:4,5/135 mm
Telyt unterschiedlich APO-TELYT-R 1:2.8/400 mm


Sonstige Markennamen

Hier ist insbesondere die Bezeichnung "M" in Verbindung mit einer Zahl (bzw. Zahlenfolge) zu nennen, die bei der Vorstellung der Olympus M-1 zu Streitigkeiten geführt hat, in deren Folge Produkte des M-Systems in "OM-System" umbenannt wurden.

Kleiner geschichtlicher Exkurs

Leitz Correfot-Prototyp CK-3 (Autofokus) - mit freundlicher Genehmigung von WestLicht, Wien
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Leitz Correfot-Prototyp CK-3 (Autofokus) - mit freundlicher Genehmigung von WestLicht, Wien
Elcan 1:2/50 mm an einer KE-7A (kompletter Lieferumfang) - mit freundlicher Genehmigung von  arsenal-photo.com
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Elcan 1:2/50 mm an einer KE-7A (kompletter Lieferumfang) - mit freundlicher Genehmigung von arsenal-photo.com

Im Jahr 1849 gründete Carl Kellner in Wetzlar ein optisches Institut, welches sich u. a. mit der Herstellung von Mikroskopen beschäftigte.

1869 konnte Ernst Leitz das Institut übernehmen (Todesfall des Gründers sowie des Nachfolgers), der neue Name lautete "Optisches Institut von Ernst Leitz".

1913 wurde die Leica - die erste marktreife Kleinbild-Kamera - entwickelt, deren Namen das heutige Nachfolgeunternehmen übernommen hat. In der Folge wurden viele "bahnbrechende" Kameras entwickelt, die die damalige "Fotolandschaft" entscheidend prägten. Auch im Bereich der Objektiventwicklung bewies Leitz eine "glückliche Hand", viele der damaligen Objektive waren (und sind noch) Vorbilder für die Optikentwickler.

Bis Anfang der 60er Jahre waren die Leica-Kameras im Kleinbildbereich führend, nur kam es - wie bei vielen der damaligen europäischen Objektiv- und Kamera-Herstellern - zu Fehlentscheidungen in Management, die zu einer großen Krise führten.

Insbesondere das Beharren auf Messsucherkameras und dem Verzicht auf die Entwicklung von Spiegelreflex-Kameras wirkten sich sehr negativ aus. Ehemalige Leitz-Mitarbeiter berichten sogar davon, dass marktreife Spiegelreflex-Konzepte auf Geheiß der Unternehmensführung wieder "eingestampft" werden mussten. Auf "Druck des Marktes" wurde viel zu spät (1964) die Leicaflex vorgestellt, die aber schon beim Erscheinen veraltet war (u. a. keine TTL-Messung) und nur wenige Käufer fand.

In Zusammenarbeit mit Minolta wurde dann 1976 die Leica R3 vorgestellt, die aber nur eine geringfügig veränderte Minolta XE-1 war. Gleichzeitig wurden von Minolta auch einige Objektivrechnungen übernommen (z. B. das Elmarit-R 1:2,8/24 mm).
Weiterhin wurde - auch wieder mit Minolta - eine Messsucherkamera (Leica CL - sowie einige dazugehörige Objektive) produziert.

Auf der Photokina 1976 stellte Leitz mehrere Spiegelreflex-Prototypen mit einem funktionsfähigen AF-System (Projektname Correfot) vor, welches aber nie zur Serienreife weiterentwickelt wurde. Dieser technologische Vorsprung verschwand - aus unbekannten Gründen - "in der Schublade".

In der Folge wurden zwar einige sehr gute Spiegelreflex-Kameras und Objektive produziert, eine Weltgeltung - wie vor den 60er Jahren - wurde nie wieder erreicht. Nur im Bereich der Messsucherkameras ist man immer noch führend. Hierbei handelt es sich aber um eine hochpreisige Nische, der Kamera-Massenmarkt wird von den diversen asiatischen Herstellern abgedeckt. Diese Zeit wurde auch durch eine hektische Modellpolitik und diverse Eigentümerwechsel geprägt.

In der Folge wurde sogar beschlossen, die Produktion des Leica-M-Systems vollkommen einzustellen. Dr. Walter Mandler (Leiter der Entwicklungsabteilung der damaligen kanadischen Dependance - Elcan (Ernst Leitz Canada) - von Leitz) konnte dies aber verhindern und u. a. einen Großauftrag der US Army "an Land ziehen" (Codename "KE-7A"), der zum Fortbestand der Messsucherkamera-Produktion führte.

Nach einer recht erfolglosen Zusammenarbeit mit Fuji (1998 - 2001) erfolgte ab 2002 die heute noch gültige Zusammenarbeit mit Panasonic. Seitdem werden viele Panasonic-Produkte mit Leica-Objektiven ausgerüstet. Die diversen Quellen streiten sich aber darüber, ob diese aber alle von Leica gerechnet wurden. Im Gegenzug wurden von Leica einige Panasonic-Kameras "gelabelt", u. a. Kameras des FT-Systems (z. B. die Leica Digilux 3).

In Wetzlar gibt es zurzeit (Dezember 2009) nur noch wenige Hinweise auf die Vergangenheit von Leica/Leitz. Ironischerweise werden die historischen Leitz-Produktionsstätten von der Konkurrenzfirma Carl Zeiss genutzt. Die Leica-Produktion findet im nicht weit entfernten Ort Solms in einem modernen Fabrikgebäude statt.

Derzeitige Situation

Der Name Leitz taucht bei Leica-Produkten nicht mehr auf, in bestätigten Einzelfällen wurden sogar im Rahmen von Wartungsarbeiten an Leica-M-Kameras das (rote kreisförmige) Logo "Leitz" gegen das Logo "Leica" ausgetauscht.

Neben den "gelabelten" Panasonic-Produkten ist das Leica-M-System Hauptbestandteil der Produktpalette von Leica. Das Leica-Kleinbild-Spiegelreflexsystem (Leica-R) wurde 2009 komplett abverkauft und eingestellt. Zusätzlich ist das Leica-S-System hinzugekommen, welches sich mit einem sehr großen Sensor (30 x 45 mm) und sehr hohen Preisen eher an den professionellen und betuchten Anwender richtet.

Zurzeit (Dezember 2009) teilen sich folgende Nachfolgeunternehmen den Markennamen Leica:


Anmerkung des Verfassers

In der Vergangenheit habe ich gerne und sehr viel mit Messsucherkameras von Leica fotografiert (M4-P, M6). Mit diesen fantastischen Kameras und Objektiven sind viele hervorragende Aufnahmen entstanden.

Da das Sehvermögen - wie bei allen Menschen - im Alter "leidet", habe ich mich 1996 entschieden, in das "AF-Lager" zu wechseln (Canon EOS 1n) und es nie bereut. Auch zu diesem System gibt es hervorragende Objektive, die in der Qualität den Leica-M-Objektiven in nichts nachstehen. Weiterhin sind einige Objektive aus dem OM-System und den Leica-R-System dazugekommen, die sich problemlos adaptieren lassen. Ich habe die Messsucherkameras nicht vermisst.

Leider hat es Leica (meiner Meinung nach) nicht geschafft, den Technologievorsprung der asiatischen Marktführer aufzuholen, man beschränkt sich nur auf Nischenprodukte und den Hochpreismarkt. Das Leica-R-System wurde ersatzlos gestrichen, ein Nachfolgesystem ist nicht in Sicht, das (sehr hochpreisige) Leica-S-System soll wohl den Umschwung bringen. Die Zukunft wird es zeigen, ob der letzte übrig gebliebene deutsche Kamerahersteller auf dem Markt bleibt - alles Gute für die Zukunft.

Rudolfo4

Interne Verweise

Literatur

Weblinks


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