Body-Deckel als Universalmount

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Ziel dieser Bastelei ist es, den Body-Deckel (Body-Cap) ohne aufwändiges Werkzeug (wie eine Drehbank) zu einer Halterung - z.B. für Lochkamera, Shift, Tilt, Lensbaby, etc. - in sehr guter Qualität umzubauen.


Material/Werkzeug

  • Body-Cap
  • Ständerbohrmaschine
  • Maschinenschraubstock, am Besten mit einer abgesetzten Kante
  • HSS- und Fräsbohrer zwischen 4 und 6 mm
  • Schleifvlies

Arbeitsschritte

  1. Inneren Öffnungsdurchmesser festlegen.
  2. Maschinenschraubstock am Bohrtisch befestigen und einrichten. Der HSS-Bohrer muss genau innerhalb des Öffnungsdurchmessers auftreffen.
  3. Bohrmaschine auf langsamste Geschwindigkeit stellen (damit der Kunststoff beim Bohren nicht zu heiß wird).
  4. Am Maschinenschraubstock mit einer Schraubzwinge einen Queranschlag montieren - somit ist der Bodydeckel immer an derselben Stelle in Bezug auf den Bohrer.
  5. Bodycap in diese Konstruktion einlegen und prüfen, dass er möglichst wenig Spiel hat.
  6. Vorsichtig ein Loch bohren, aber nicht zu fest drücken. Wenn der Bohrer scharf ist, schneidet er saubere Kunststoffspiralen heraus.
  7. Bodycap um einen Bohrerdurchmesser drehen und ein weiteres Loch bohren.
  8. Vorgang wiederholen, bis die mittlere Plastikscheibe herausfällt. Besonders zum Schluss aufpassen, dass nichts bricht.
  9. Fräsbohrer einspannen und genau justieren.
  10. Bohrgeschwindigkeit auf mittel bis schnell erhöhen.
  11. Langsam die verbliebenen Spitzen wegfräsen.
  12. Zum Schluss zur Sicherheit noch einmal 360° durchdrehen.
  13. Schleifvlies um den Finger wickeln und die Grate restlos entfernen.
  14. Bodycap trotz Staubschüttler vor der Montage an der Kamera mit Spülmittel lauwarm abwaschen und möglichst lange trocknen lassen.

Dieser neue Bauteil wird die Basis für weitere Basteleien sein.

DISCLAIMER: Ich beschreibe hier meine Vorgangsweise mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln. Für Beschädigungen, Fehlfunktionen, Garantieverlust, Verletzungen und andere Katastrophen kann und will ich keine Verantwortung übernehmen. Trotzdem viel Spaß beim Basteln wünscht: Herbert Pesendorfer.