Computerblitz

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Als Computerblitz wird ein Blitzgerät bezeichnet, das die abgegebene Lichtmenge selbständig an die Aufnahmeentfernung anpassen kann. Der Blitz misst dazu das vom Objekt reflektierte Licht mittels eines - am Blitz selbst angebrachten - Sensors und schaltet den Lichtstrom ab, sobald er genug Licht gemessen hat.

Diese Sensoren haben meist einen Messwinkel von ca 30-35° (der kann also anders als der Bildwinkel des Objektivs sein!) und müssen auf das zu fotografierende Objekt zeigen (indirektes Blitzen ist damit nur möglich, wenn der Blitz mit einem Schwenkreflektor ausgestattet ist, wobei der Sensor weiter auf das Objekt gerichtet ist; auch bei Nahaufnahmen kann es dazu kommen, dass der Sensor am Objekt vorbei schaut).

Das Blitzgerät muss dazu auf eine bestimmte ISO Empfindlichkeit und Blende (meist stehen 2-5 Blenden zur Auswahl) programmiert werden - ISO Wert und Blende müssen auch an der Kamera entsprechend eingestellt werden (bei moderneren Geräten können diese Daten von der Kamera evt. auch elektronisch übermittelt werden, eine manuelle Einstellung erübrigt sich dann). Die korrekte Belichtung wird durch ein Lämpchen und/oder einen Biep Ton rückgemeldet.

Diese Funktion hat heute an Bedeutung verloren, da fast alle Kameras auch eine TTL Blitzmessung unterstützen.

Da jedoch bei digitalen SLR-Kameras TTL-Blitz mittels Vorblitz (= Meßblitz ca. 80 ms vor dem Hauptblitz) erfolgt und dieser Vorblitz bei vielen Tieren (Katzen, etc.) und manchen Menschen zu geschlossenen Augen, oder anderen Reaktionen führt, wird der Computerblitz für manche Anwendungen vielleicht wieder verstärkt Anwendung finden.

Siehe auch: Blitz