OM-1

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OM-1-Logo
Olympus OM-1 (black) - mit freundlicher Genehmigung von www.grainlab.com
Olympus OM-1 ("VSOE") - mit freundlicher Genehmigung von www.grainlab.com
Olympus OM-1 (frühe Version ohne Winderanschluss) - mit freundlicher Genehmigung von www.grainlab.com
Olympus OM-1 (späte Version mit Winderanschluss) - mit freundlicher Genehmigung von www.grainlab.com
Olympus OM-1 - Wallpaper von Olympus Co.)
Olympus OM-1 - Wallpaper von Olympus Co.)
Olympus Siegel "VSOE" - mit freundlicher Genehmigung von www.grainlab.com
Customizing-Version der Olympus OM-1 mit dem Zuiko Auto-W 1:3,5/28 mm - mit freundlicher Genehmigung von www.om-labor.de

Beschreibung

Olympus OM-1

Nach Namensrecht-Streitigkeiten mit Leitz wurde die Olympus M-1 ab ca. Mai 1973 in OM-1 (Voransetzung des Olympus-"O") umbenannt.

Wie schon bei der M-1 handelt es sich bei der OM-1 um eine voll mechanische Kamera mit einem horizontal ablaufenden Tuch-Schlitzverschluss, der neben "B" (Bulb) Verschlusszeiten von 1 - 1/1000 Sekunde bot. Für die Belichtungsmessung war eine PX625-Batterie notwendig.

Die OM-1 hatte, wie alle einstelligen OMs, auswechselbare Einstellscheiben. Das Sucherbild zeigte 97% des Negativformates und damit fast genau 100% eines gerahmten Dias. Mit einem Gewicht von 510 Gramm war die OM-1 die leichteste und kleinste Kleinbild-SLR Ihrer Zeit.

Ein Blitz konnte über den separaten X-Synchron-Anschluss oder über den auf das Prisma aufschraubbaren Blitzschuh angeschlossen werden. Synchronisationszeit: 1/60 s oder länger. Zusätzlich konnte auf Synchronisation für langsam abbrennende FP-Blitzlampen umgestellt werden.

Der über ein Federwerk verzögerte Selbstauslöser konnte zwischen 4 und 12 Sekunden Vorlaufzeit eingestellt werden.

Frühe Exemplare der OM-1 hatten bis September 1974 noch eine Bodenplatte ohne Winderanschluss, sondern nur einen Batteriefachdeckel. Die Bodenplatte mit Winderanschluss, ab Oktober 1974 serienmäßig, konnte jedoch nachgerüstet werden. Erst Exemplare mit der Bezeichnung MD (für Motordrive) auf der Gehäusevorderseite waren auch für den Anschluss der Motoren geeignet, die bis zu 5 Belichtungen pro Sekunde erlaubten - siehe hierzu den getrennten Artikel zur OM-1 MD.

Die Rückwand der OM-1 besitzt keinen Einsteckrahmen für den Filmkarton ("Filmmerkscheibe"), sondern ist glatt beledert. Diese Rückwand kann jedoch vom Besitzer problemlos gegen eine mit Rahmen (serienmäßig ab der OM-2) oder gegen eine OM Daten Rückwand ausgetauscht werden.

Der manuell hochklappbare Spiegel machte die OM-1/OM-1N zur begehrten Kamera für Fotografie im Laborbereich, z.B. mit Mikroskopen oder Binokularen, da so keinerlei Erschütterungen durch den Spiegelschlag die Aufnahme stören konnten.

Technische Daten

Kameratyp einäugige Kleinbild-Spiegelreflexkamera
Belichtungssteuerung: manuell
Belichtungmessung: Offenblendmessung, integral (mittenbetont)
Belichtungskorrektur: nein
Messbereich: EV 2 - 17 (bei 100 ISO - mit dem Zuiko Auto-S 1:1,4/50 mm)
Aufnahmeformat: 24 x 36 mm (Kleinbild)
Objektivanschluss: OM-Bajonett
Sucher: Pentaprismensucher mit Fresnellinse, fest, nicht wechselbar
Einstellscheibe: wechselbar
Suchergesichtsfeld: 97 %
Suchervergrößerung: 0,92 x (mit dem Zuiko Auto-S 1:1,4/50 mm)
Informationen im Sucher: Messnadel für den Belichtungsabgleich
Filmempfindlichkeitseinstellung: 25 - 1600 ISO
Verschluss: Tuch-Schlitzverschluss, horizontal ablaufend
Verschlusszeiten: 1 - 1 / 1000 s, B, mechanisch gesteuert
Zubehörschuh: auf dem Sucher (Mittenkontakt), abnehmbar
Blitzanschluss: FP- und X-Kontakt (am Blitzanschluss umschaltbar)
Blitzsteuerung: manuell
Blitzsynchronisation: 1 / 60 s und länger
Selbstauslöser: mechanisch, ca. 4-12 Sekunden Vorlauf (180°)
Abblendtaste: entfällt, da an jedem OM-Objektiv vorhanden
Rückschwingspiegel: ja
Spiegelvorauslösung: ja
Filmtransport: manuell (150° Aufzugs- und 30° Leerwinkel) oder motorisch (Winder, Motoren - spätere Typen, nachrüstbar)
Filmrückspulung: manuell mit Rückspulkurbel
Mehrfachbelichtung: nicht vorgesehen (Doppelbelichtungssperre - nur mit "Tricks" zu umgehen)
Kamerarückwand: aufklappbar, abnehmbar
Stromversorgung: PX625 Batterie, Prüfung (Check) möglich
Stativgewinde: 1/4 Zoll (ISO 1222) im Kameraboden
Besonderheiten: pneumatische Stoßdämpfung des Spiegels
Abmessungen (H x B x T): 136 x 83 x 50 mm
Gewicht: 510 Gramm (Gehäuse)
Kaufpreis (1976): 278,95 USD (mit dem Zuiko Auto-S 1:1,4/50 mm)
Kadlubek-Code: OLY0860

Varianten, Sondermodelle, Customizing-Versionen o.Ä.

OM-1

Produktionsversion - bei den nachfolgend dargestellten Modellen handelt es sich um nachträgliche Veränderungen, die vom Importeur oder externen Firmen durchgeführt wurden. Die technischen Daten der u.a. Varianten weichen nicht (oder nur geringfügig von der Produktionsversion ab.

Beim Nachfolgemodell - der OM-1n - wurden auch interne Veränderungen (siehe dazu den Artikel zu dieser Kamera).

OM-1 VSOE ("Voll Service Olympus Europe")

Um den europäischen Markt vor - billigen - Grauimporten zu schützen, wurden einige Kameras mit einem Schild "VSOE" ("Voll Service Olympus Europe") ausgeliefert, die sich konstruktiv aber nicht von "normalen" OM-1-Kameras unterschieden. Olympus Deutschland lehnte es damals ab, Kameras ohne das o.a. Schild auf Garantie zu reparieren.

Folgende Olympus-Spiegelreflexkameras mit dem "VSOE-Siegel" sind bekannt bzw. aufgetaucht:

Es scheinen auch Objektive zu existieren, die einen Aufkleber (o,Ä.) "VSOE" besitzen, hier einige wenige Beispiele:

OM-1 NASA

Bei einer Versteigerung von Westlicht in Wien wurde am 11.06.2016 eine NASA-Variante der OM-1 versteigert, hier der Original-Text aus der Versteigerung (Lot 487):

"One of only five factory modified prototype OM-1 bodies, three of these were supplied to the Goddard Space Flight Centre for the Shuttle Missions. The all-black camera with special, non-outgassing paints and lubricants. The leatherette is not installed and comes separately. The camera is unused and has no focusing screen, as it was to be used in the mirror-locked mode. With a letter of authenticity from the former owner and Olympus sales manager Mr. Terry L.Walpole."

Auf der Website elrectanguloenlamano.de gibt es (weitere) umfangreiche Informationen dazu:

  • es wurden (wahrscheinlich) fünf Exemplare der OM-1 von Olympus für die NASA modifiziert
  • die mechanischen Komponenten der Kamera werden mit modernsten, von der NASA spezifizierten Schmierstoffen geliefert, die sorgfältig ausgewählt wurden, um die Risiken normaler Schmiermittel zu vermeiden, die im Vakuum verdampfen und auf den optischen Elementen kondensieren können
  • die Kameras werden mit einer speziellen schwarzen Spezialfarbe ohne Ausgasung abgedeckt
  • die Kameras verfügen nicht über den üblichen Kunstlederbezug
  • die Kameras werden von den Astronauten der NASA im Spiegelverriegelungsmodus sowohl bei den Bodentests als auch bei den Space Shuttles während der Missionen eingesetzt
  • als Olympus OM-Objektive wurden wohl verwendet:

Bildbeispiele sind in Vorbereitung.

Customizing-Versionen vom OM-Labor

Das OM-Labor fertigt auf Anfrage Customizing-Versionen von diversen Olympus OM-Objektiven und Kameras - nachfolgend einige Bildbeispiele.

Galerie

Hier eine kleine Galerie mit Bildern der OM-1 und ihrer Varianten, Sondermodelle o.Ä.:

Manuals

Interne Verweise

Weblinks