ND-Filter

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3 Graufilter: ND 0.9, ND 2.0 und ND 2.3
Andere Bezeichnungen für den ND-Filter sind Graufilter oder Neutralfilter.

Der ND-Filter ist ein farbneutraler grauer Filter. ND steht für neutral density (neutrale Dichte).

Den ND-Filter verwendet man um bei (sehr) hellen Aufnahmebedingungen trotzdem die Verschlußzeit verlängern oder die Blende weiter öffnen zu können, was oft für die Bildgestaltung wichtig ist (z.B. für Verwischeffekte oder um die Schärfentiefe zu reduzieren)

ND-Filter gibt es in verschiedenen Dichten (hier am Beispiel Heliopan)

Bezeichnung Faktor entspricht
Blendenstufen
ND 0,3 2 1
ND 0,6 5 2
ND 0,9 8 3
ND 1,2 16 4
ND 1,5 32 5
ND 1,8 64 6
ND 2,0 100 6,66
ND 3,0 1000 10
ND 4,0 10.000 13
ND 6,0 1.000.000 20

Die Dichte ist ein logarithmisches Maß. Zur Umrechnung der Dichte in Blendenstufen kann man folgende Formel benutzen

<math>Verl\ddot angerungsfaktor\ (in\ Blendenstufen) = \frac {Dichte} {0{,}3}</math>

Eine Dichte von 0,3 entspricht einer Abschwächung des Lichtes um eine Blende (Belichtungszeit: Faktor 2) Es können zwei oder mehrere Filter gleichzeitig benutzt werden. Dabei gilt die Regel, dass sich die Blendenverluste summieren: ND 0,6 2x kombiniert mit ND 1,2 4x ergibt somit 2+4=6 Blendenverluste. Der Faktor multipliziert sich: 2*4=8x Filterfaktor.

Durch die Abdunklung ist bei aufgesetztem stärkeren ND-Filter ein Scharfstellen (Autofokus) nicht mehr möglich. Zum Scharfstellen muss der Filter abgenommen werden. Da jedes optische Element den Strahlengang (und damit die Schärfenebene) verändert, kann man für kritisches Scharfstellen ersatzweise einen sehr schwachen Graufilter (evt. auch UV-Filter) mit gleichen optischen Eigenschaften (Material, Dicke) vorsetzen. Wie weit sich diese Verlagerung der Schärfenebene auswirkt hängt von der Schärfentiefe ab - also primär vom Verhältnis Brennweite zu Aufnahmeentfernung sowie der verwendeten Blende. Bei Landschaftsaufnahmen (typisch verwischtes Wasser) ist es eher kein Problem.

Von Singh-ray gibt es eine variablen ND-Filter. Er besteht aus 2 Polarisationsfiltern die gegeneinander verdreht werden können und damit eine variable Lichtdämpfung von 2 bis 8 Blendenstufen ermöglichen.

  • Vorteile
    • Man braucht nur einen Filter mitzunehmen (kaufen)
    • Zum Scharfstellen kann der Filter auf minimale Dämpfung gestellt werden.
  • Nachteile
    • Preis
    • Je nach Einstellung des Filters funktioniert die Belichtungsmessung in der Kamera nicht mehr korrekt.
    • durch die Dicke ist dieser Filter anfälliger für Vignettierungen - vor allem bei Weitwinkel-Objektiven)
    • Je nach Einstellung nicht 100% Neutral, was aber per Software (evt. schon durch den Weissabgleich) leicht korrigiert werden kann

Weblinks, die Anwendungsmöglichkeiten erläutern: