Weichzeichnung

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Rodenstock Imagon 1:4,5/120 mm - mit freundlicher Genehmigung von von arsenal-photo.com

Definition

Unter Weichzeichnung versteht man in der Fotografie alle jene Effekte, die gezielt zur Bildgestaltung eine unscharfe bzw. verschwommene Abbildung anstreben.

"Methoden" zur Erzielung von Weichzeichnung

U. a. folgende Methoden werden können zur Erzielung einer Weichzeichnung genutzt werden:

Weichzeichnung mittels optischer Filter

Hierzu werden von den verschiedenen Filterherstellern angeboten, die (mehr oder weniger) gut genutzt werden können, aber auch ein paar "Selbstbau-Filter":

Weichzeichnung mittels Software-Filter (Bildbearbeitung)

Je nach Bildbearbeitungsprogramm liegen unterschiedliche Filter vor. Der bekannteste Filter ist der Gaußsche Weichzeichner, mit dem der gewünschte Effekt sehr gut erzielt werden kann.

Die Meinungen über die Nutzung von Software-Filtern gehen in den bekannten Quellen sehr weit auseinander, deshalb wird hier nicht über das "Für-und-wider" von Bildbearbeitung eingegangen.

Weichzeichnung durch Nutzung eines speziellen Weichzeichnungs-Objektives

Alexander Decker (s. Literaturhinweise) hat den Einsatzzweck dieser Objektive "auf den Punkt gebracht":

"Weiche Zeichner für scharfe Ziele"

Hier handelt es sich um den "klassischen Weg", eine Weichzeichnung direkt bei der Aufnahme zu erzielen. Die meisten der bekannten Objektive haben "gewollte" Abbildungsfehler - in den meisten Fällen die Sphärische Aberration -, die zu dieser Weichzeichnung führen. Bei vielen Objektiven kann der Grad der Weichzeichnung - über ein Einstellrad oder durch Siebblenden - eingestellt werden.

Hier ein paar bekannte Objektive:

Hier eine kleine Galerie mit einigen der oben genannten Filter und Objektive:

Es handelt sich um eine nicht abschließende Aufzählung, die weitergeführt wird - weitere Objektive sind im getrennten Artikel Bokeh zu finden.

Interne Verweise

Literatur

  • "Weiche Zeichner für scharfe Ziele" von Alexander Decker/Rudolf Hillebrand, PHOTOdeal IV/2009 und I/2010

Weblinks