Geschichte der Firma Olympus

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Alles hat einen Anfang...

Am 12. Oktober 1919 wurde die Firma Olympus als Takachiho Seisakusho Co. gegründet, mit der Absicht, die ersten Japanischen Mikroskope zu bauen.

Das 1920 auf den Markt gebrachte Mikroskop bildete dann den Ursprung für einen ungeahnten Erfolg. Noch heute gehört Olympus zu den führenden Unternehmen im wissenschaftlichen und medizinischen Gerätebau.

Die erste Kamera der Marke Olympus war die von Firma Proud 1936 entwickelte Semi-Olympus, eine Faltkamera mit Balgen. Olympus (damals noch Takachiho) stellte schon ein Jahr später die erste selbst entwickelte Kamera vor, die Semi-Olympus II. Es folgten in den 1940er Jahren weitere Faltkameras für Rollfilm, die Olympus Six, die Super Olympus und die Olympus Chrome Six. Das Design dieser Kameras folgte Vorbildern des norddeutschen Kameraherstellers Balda.

1942 firmierte Olympus dann unter dem Namen Takachiho Kogaku Kogyo Co. LTD. der dann, in Anlehnung an den Kameranamen Olympus, 1949 in Olympus Optical Co. LTD. geändert wurde und 2003 mit Olympus Corporation den heute aktuellen Namen erhielt.

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Seit der Gründung hat sich Olympus durch die Entwicklung vieler innovativer Produkte einen sicheren Platz auf den Weltmärkten erobert. Besonders hervorzuheben ist der gewaltige Anteil, den Olympus auf dem Gebiet der kameratechnischen Entwicklungen zu verbuchen hat. Dieser Beitrag zeigt in chronologischer Folge die kameratechnische Entwicklung der Olympus Kameras, die 1948 mit der Olympus 35 I ihren Anfang nahm.

Von 1948 bis 1974 wurden 32 Sucherkamera - Modelle entwickelt, die mit der Olympus 35 UC in die Reihe der Kompakten überging. 1969 kam mit der Olympus-35 EC die erste Kompaktsucherkamera von Olympus auf den Markt. Es folgten dann 6 weitere Modelle. Den Abschluss dieser Reihe bildete die Olympus-35 RD, die noch heute zu den gesuchten Kameras der Olympus Freunde gehört. Die Olympus Trip 35 leitete dann über zu einer 20 Modelle umfassenden Serie von Halbformatkamera - den PEN Modellen. Diese Modellreihe fand mit der PEN EF 1981 ihren Abschluss. Schon ab 1963 wurde parallel zu den PENs eine einäugige Spiegelreflexkamera für das Halbformat - die Olympus PEN F - entwickelt. Ein echter Klassiker wurde dann das Nachfolgemodell - Olympus PEN FT - die ab 1966 angeboten wurde. Das dritte Modell, die PEN FV, die ab 1967 dem Handel zur Verfügung stand war eine abgespeckte Version der PEN FT. Ein reichhaltiges Angebot an Objektiven und Zubehör machten diese kleinen Reflexkameras zu echten Olympus PEN-Systemkameras. Das OM-System bot dann folgerichtig Vollformat Spiegelreflex Kameras. 1979 revolutionierte Olympus das Konzept der damals populären Messsucherkameras mit der Vorstellung der Olympus XA, einer Kompaktkamera, die zwar noch ohne Autofokus auskam, aber mit Messsucher, Belichtungsautomatik, Design und ultimativer Kompaktheit glänzte. In den 1990er-Jahren wurde die mit der PEN und der XA begonnene Tradition der kompakten benutzerfreundlichen Kameras fortgeführt mit den vollautomatischen Kompaktkameras der Olympus µ Serie. Die waren immerhin so gut, dass heutzutage gelegentlich noch in Anlehnung an diese Tradition Digitalkamera-Modelle "Olympus µ ..." als Typbezeichnung erhalten. Die Spiegelreflexkameras der Serie Olympus IS und deren APS-Abkömmling Olympus Centurion wurden mit ihren fest eingebauten Zoom-Objektiven die Vorläufer der modernen digitalen Bridge-Kameras.

All diese Entwicklungsschritte waren Ursprung und Weg zum heutigen E-System, mit dem sich Olympus unzweifelhaft einen Spitzenplatz unter den Kameraanbietern verdient hat.

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2003 zeichnet Stiftung Warentest zum ersten Mal eine digitale Spiegelreflexkamera mit dem Testurteil "sehr gut" aus, die E-1 von Olympus. 2006 erhält Olympus den TIPA Award für die E-330. Beide Kameras sind für das Four Thirds Autofokusdigitalspiegelreflexkamerasystem entwickelt worden. Im Bereich der digitalen Kameras ist Olympus außerdem mit zahlreichen kompakten Westentaschenkameras als auch mit Bridge-Kameras vertreten. Mit der E-400 gelang die Fortführung von Olympus's Tradition kompakter Kameradesigns auch im Bereich der digitalen Spiegelreflexkameras, und mit der neuen digitalen PEN hat Olympus sich auch der neuesten, ebenfalls kompakten Wechselobjektiv-Kameratechnik auf Basis des Micro Four Thirds Standard zugewandt.

2011 wurde der neue Vorstandsvorsitzende Woodford Whistleblower für empörende Bilanztricksereien, die er in den Bilanzen der vergangenen Jahrzehnte versteckt fand. Aberwitzig hohe Provisionen, die bis dahin höchsten der Wirtschaftsgeschichte, waren geflossen für Firmen-Übernahmen in der Medizintechniksparte von Olympus. Hinter diesen Ausgaben wurden in Bilanzen Verluste versteckt. Kurze Zeit später musste Woodford gehen. Weitere Ermittlungen ergaben, dass mehr als das Dreifache des von Woodford aufgedeckten Investitionsvolumen entweder zweifelhafte Investitionen waren oder gar mit hohen Zahlungen an kriminelle Organisationen verbunden waren. Insgesamt mindestens 6¼ Milliarden Dollars wurden derart zweifelhaft verwendet. Der Börsenkurs von Olympus stürzte auf unbestimmte Zeit auf ein Bruchteil des Wertes vor dem Bilanzskandal.

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