Vivitar

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Vivitar-Logo
Vivitar Series 1 1:3,5/70-210 mm - mit freundlicher Genehmigung von camerafoxx
OM- Vivitar 1:3,5/17 mm - Photos courtesy of 3rdpartylens-om
Vivitar 1:3,8/75-205 mm - mit freundlicher Genehmigung von arsenal-photo.com
Vivitar Series 1 1:11/800 mm - mit freundlicher Genehmigung von camerafoxx
OM-Vivitar 1:5,6/400 mm - mit freundlicher Genehmigung von team-foto.com
OM-Vivitar 1:2,8-3,8/35-70 mm - mit freundlicher Genehmigung von www.grainlab.com
OM-Vivitar Series 1 1:2,8-3,8/28-105 mm - mit freundlicher Genehmigung von www.grainlab.com
Vivitar 1:2,8/24 mm (Tokina - sehr frühe Version) - mit freundlicher Genehmigung von arsenal-photo.com

Kleines Profil und ein bisschen Geschichte

Allgemein

Der Markenname Vivitar geht zurück auf das (von den deutschen Auswanderern Max Ponder und John Best) 1938 in Hollywood gegründete (Foto-) Handelsunternehmen Ponder & Best Inc.

Zunächst handelte es sich ausschließlich um einen Vertrieb deutscher Fotoartikel an der amerikanischen Westküste (vgl. dazu Allied Impex Corporation ("Soligor") an der amerikanischen Ostküste). Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Spektrum auf optische Produkte aus Japan erweitert - u.a. Mamiya, Komura und Sankyo. Anfang der 60-er-Jahre wurden dann - unter dem Namen Vivitar - Objektive für den (aufkommenden) SLR-Bereich vermarktet, deren Konstruktion und Herstellung bei führenden japanischen Hersteller erfolgte (u. a. Tokina).

In den 70-er-Jahren waren es die OEM-Hersteller Kino Precision Industries (gegründet 1959) und Komine, die dann verschiedenste Objektive für dem Markennamen Vivitar konstruierten und auch fertigten.

Im Jahre 1979 wurde dann auch der Markenname von Ponder & Best in Vivitar umbenannt.

Erst Anfang der 80-er-Jahre wurden Entwicklungs- und Produktionskapazitäten in den USA eingerichtet - bis dahin wurden alle Objektive in Japan gerechnet und gefertigt - um eine gewisse Eigenständigkeit zu demonstrieren. Z. B. stammen die beiden Solid-Catadioptric-Objektive aus der militärischen Forschung von Perkin Elmer, ein weiteres bekanntes Entwicklungslabors war Opcon Associates.

In der Folge erschienen sehr gute Objektive - siehe hierzu den Bildteil im unteren Teil des Artikels.

Bald darauf begann aber der Abstieg der "großen Fotomarke" Vivitar, 1986 Verkauf an Hanimex, 1989 ging Hanimex an Gestetner. Zuletzt (und nach einigen "Umwegen") landete die Marke Vivitar beim Elektronikhändler Sakar, der (wieder) OEM-Produkte unter den Namen Vivitar - diesmal überwiegend von Samyang - anbietet.

"Vivitar und Olympus"

Erwähnenswert ist, dass sogar Olympus (kein Witz) ein Objektiv für Vivitar herstellte, das Vivitar 1:5,6/300 mm (die Seriennummer beginnt mit "6") - leider liegt noch kein Bild vor - hierzu ein Zitat von olympuszuiko.com:

"The Vivitar 300mm f/5.6 is an early Vivitar 35mm lens. As we all know, Vivitar (Ponder & Best) used to contract out their lens manufacturing as well. Everyone is familiar with the famous Series 1 makers – Komine and Kino Precision, but Vivitar contracted out with Tokina (aka Asanuma) and others — including OLYMPUS – yes, Olympus Optical Co. The Vivitar 300mm f/5.6 was one of the lenses made by Olympus (at least, the ones with serial numbers 6xxxxxx)."

Nachtrag Februar 2013:
Lt. Aussage von Bill Swinyard (Product Manager von 1969-1971 bei Vivitar) gibt es wohl doch keine Fertigung von Olympus für Vivitar - hier das Original-Zitat aus camera-wiki.org:

"Olympus most certainly did not make any Vivitar-branded lenses. When I was there, Olympus was very protective of its brand and didn't do any distributor-branding at all. It was the most independent of all our suppliers and never listened to us nor sought any of our input about anything. During the last few months of my stay at Vivitar, Olympus had announced that it was going to drop us and go to independent distribution, so I know it didn't happen after I left, either."

Aber dennoch eine "Zusammenarbeit" mit Olympus: Aus einer historischen Anzeige von 1976 geht hervor, dass Ponder & Best für einen kleinen Zeitraum der Importeur von Olympus-Produkten für den amerikanischen Markt war.

Weiterhin gab es natürlich eine große Anzahl von Vivitar-Objektiven, die mit dem OM-Bajonett verfügbar waren - viele davon sind im nachfolgenden Bildteil detailliert dargestellt.
Die Verarbeitungsqualität der Vivitar-Objektive war immer über jeden Zweifel erhaben, hinsichtlich der optischen Leistungen ist jedoch (insbesondere im Vergleich zu den entsprechenden Zuiko-Objektiven) zu differenzieren, dies wird aber im Bildteil (oder bei den entsprechenden Zuiko-Objektiven) erläutert. Hinsichtlich des Preis-/Leistungsverhältnisses waren die Vivitar-Objektive "immer im Vorteil", die Originale" von Olympus waren (teilweise) erheblich teurer.

Eine Auswahl aus der Produktgeschichte

Hier werden einige Produkte aus der (vielfältigen) Geschichte der Marke Vivitar aufgezählt (es handelt sich um keine vollzählige Aufzählung):

Kameras

Vivitar beschränkte sich hier rein auf den Massenmarkt, neben sehr "bodenständigen" Kompaktkameras wurden auch einige grundsolide Spiegelreflexkameras von Drittherstellern (Cosina, vermutlich auch Chinon) "eingekauft:

Superweitwinkelobjektive

Gemäßigte Weitwinkelobjektive

Normal-/Teleobjektive mit und ohne Makroeinstellung

Zoomobjektive

Zubehör und Sonstiges

Kuriosa

Vivitar Series 1 70-210mm f/2.8-4.0 Q-DOS - mit freundlicher Genehmigung von team-foto.com

Zum 50-jahrigen Jubiläum von Vivitar wurden folgende vergoldete Objektiv als Set verkauft:

Vom o.a. 70-210 mm -Zoom gab es eine "3D-Variante":

  • Vivitar Series 1 70-210mm f/2.8-4.0 Q-DOS

Zuordnung der OEM-Hersteller anhand der Seriennummer

Ausschnitt: Seriennummer eines Vivitar Series 1 1:2,8-3,8/28-105 mm - mit freundlicher Genehmigung von www.grainlab.com
Ausschnitt: Seriennummer eines Vivitar 1:2/28 mm (Kiron) - mit freundlicher Genehmigung von camerafoxx

Im Gegensatz zu allen anderen Fremdherstellern gibt es bei Vivitar die Möglichkeit, anhand der ersten bzw. ersten beiden Ziffern der Seriennummer den tatsächlichen OEM-Hersteller zu ermitteln - hier finden Sie eine kleine Tabelle dazu:

Die erste/ersten beiden Ziffer(n) der Seriennummer: OEM-Hersteller:
6 Olympus (Strittig, s. hier)
9 (bzw. "09") Cosina
13 Schneider Kreuznach
22 Kino Precision Industries (Kiron)
25 Ozone Optical (Ozunon)
28 Komine
32 Makinon (Makina Optical Co., Ltd)
33 Asanuma (Tokina)
37 Tokina
42 Eugen Bauer GmbH
44 Perkin Elmer
47 Chinon
51 Tokyo Trading
56 Kyoe Shoji (Kyoe Schoji)
61 Samyang Optics. Co., Ltd.
75 Hoya Optical
77 Kobori Optical Co. (Handelsmarke "Koboron", Marukei Sangyo Company, Limited)
81 Polar

Achtung: Vivitar nutzte dieses Nummernsystem nur zwischen 1970 und 1990 (ca.), Objektive, die davor (oder danach) produziert wurden, nutzen andere - nicht eindeutige - Nummernsysteme. Dies begründet sich insbesondere durch die nach 1990 wechselnden Eigentumsverhältnisse.

Quellen:

Weiterhin kann daraus auch das Produktionsjahr abgeleitet werden, dies ist auch aus der o.g. Übersicht ersichtlich.

Interne Verweise

Weblinks