Body Cap Lens 9mm 1:8.0

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Olympus Body Cap Lens 9mm 1:8.0 an einer OM-D E-M10

Beschreibung

Ein weiteres "Body Cap Lens" von Olympus - das Body Cap Lens 9mm 1:8.0.

Im Gegensatz zum Body Cap Lens 15mm 1:8.0 - einem "normalen Weitwinkelobjektiv - handelt es sich aber um ein Fisheye, d.h. die tonnenförmige Verzeichnung wurde in der Objektivrechnung nicht korrigiert.

Wie auch beim Body Cap Lens 15mm 1:8.0 besitzt der "Gehäusedeckel" ein Kunststoff-Bajonett und keinerlei elektronische Kontakte (zur Kommunikation mit der Kamera), d.h. evtl. Einstellungen (wie z.B. der Bildstabilisator) müssen manuell im Kamera-Menü eingestellt werden.

Das Objektiv besitzt vorne - s. dazu die Beispielbilder im unteren Teil dieses Artikels - ein Möglichkeit, die Entfernung in groben Schritten (0.2m bis "unendlich") einzustellen. Am "Endpunkt" (nach "unendlich") kann eine Abdeckung (zum Schutz der Frontlinse) eingeschwenkt werden. Diese Einschränkung der Entfernungseinstellung ist aber in der Praxis vollkommen unbedeutend, da die kurze Brennweite eine sehr große Schärfentiefe abbildet - evtl. Ungenauigkeiten bei der Fokussierung sind deshalb idR nicht sichtbar. Zu beachten ist, dass die Entfernungseinstellung sehr leichtgängig ist, bitte dies vor der eigentlichen Aufnahme kontrollieren.

Olympus-Code: BCL-0918

Zitate

Ein Zitat aus dem Test bei dkamera.de:

"Von einem Objektiv für unter 100 Euro Verkaufspreis, das zudem auch noch extrem kompakt ist und gerade einmal 30g wiegt, darf natürlich keine Bildqualität auf Festbrennweitenniveau erwartet werden – auch wenn das Olympus Body Cap-Objektiv 9mm F8 natürlich eine Festbrennweite ist. Eher dürfte man bei diesem Gesamtpaket eine mittelmäßige bis maue Abbildungsleistung erwarten. Doch weit gefehlt. Das 9mm F8-Objektiv erreicht vor allem in der Bildmitte eine gute Abbildungsleistung, die gegenüber anderen Objektiven nicht zurückliegt. Natürlich ist dies bei F8 aber keine allzu große Kunst. Außerhalb der Bildmitte bewegt sich die Bildschärfe ebenso auf einem guten Niveau, erst am Bildrand wird ein deutlicher Abfall erkennbar. Hier (bis ca. 10 Prozent des Bildes vom Bildrand gesehen) geht die Schärfe dann dafür umso deutlicher zurück. Sichtbar werden hier zudem chromatische Aberrationen, die im Gegensatz zum Randabfall aber noch keine kritischen Ausmaße erreichen. Die Vignettierung kann je nach Motiv ein sichtbares Niveau erreichen, diese lässt sich – zumindest im RAW-Format – aber sehr gut korrigieren. Die Verzeichnung des Olympus Body Cap-Objektiv 9mm F8 fällt deutlich tonnenförmig aus, bei einem Fisheye-Objektiv darf man sich darüber aber natürlich nicht beschweren. Zudem ist das Maß der Verzeichnung nicht so stark wie bei anderen Fisheye-Objektiven, wodurch selbst der Einsatz für Landschaftsaufnahmen noch möglich ist. Gut zu wissen: Kameraintern werden durch die fehlenden Kontakte keinerlei Korrekturen vorgenommen, diese müssen also alle per Hand im Nachhinein erfolgen."

Ein Zitat aus dem Test bei photozone.de:

"A formal test of the Olympus 9mm f/8 Fisheye Lens Cap is a bit unfair, of course. After all Olympus doesn't even list it in the range of lenses on their website - it's merely mentioned as a camera accessory thus also the "Lens Cap" name. However, it does take pictures and, honestly, it isn't quite a bad as you might think. The center performance is actually pretty decent. The borders are Okayish whereas the corners are very soft. Lateral CAs are significant but not terrible either. There's some vignetting but honestly this isn't anything you'd complain about in a fisheye lens. Compared to conventional lenses, the contrast is somewhat reduced especially in the corners. However, on the positive side it is pretty resistant against flare which is rather surprising."
"Despite being an Olympus 'lens', it actually shares a couple of characteristics with caps in that it has no electronics. It doesn't offer AF nor is it capable of producing EXIF data and it has a fixed aperture. Using the focus lever isn't a joyful experience but it works out once you got used to it. The build quality is acceptable although the focus lever doesn't feel overly solid."
"The optical performance may all not sound overly impressive but you have to keep in mind that while sheer resolution capabilities are important, fisheye images come to life because of their extreme perspective. Please note that it is still not a complete replacement of a "real" fisheye lens though. Other than a different level of quality, conventional fisheyes offer a bigger angle-of-view (180 vs 140 degrees) and a much faster max. aperture ... but these extras will cost you at least 300EUR/US$ (e.g. Samyang 7.5mm f/3.5 Fisheye) instead of just a 100. And what are a hundred bucks compared to the fun this lens (cap) can give you ?"

Das Fazit aus dem Vergleich von vier Olympus-Fisheye-Objektiven von Helge Suess in https://pen-and-tell.de (M.ZUIKO DIGITAL ED 8mm 1:1.8 FISHEYE PRO (mFT-System), Body Cap Lens 9mm 1:8.0 (mFT-System), Zuiko Digital ED 8mm, F3.5 Fisheye (FT-System) und Zuiko Auto-Fisheye 1:2,8/8 mm (OM-System):

"Das OM 8mm mit einem charakteristischen Blendenreflex. Dafür, dass das Objektiv knapp der Mülltonne entkommen ist sind die Ergebnisse beachtlich. Die riesige Frontlinse, die nicht einmal durch eine kleine Streulichtblende geschützt ist fängt leicht Störlicht ein und erzeugt Artefakte im Bild. Die sechseckige Blende sorgt aber für angenehm wirkende Lichtpunkte. Das ist aber alles recht akademisch, denn dieses Objektiv hat man oder man hat es nicht. Für den aktuellen Preis bekommt man locker auch eines der Digitalen auf dem Gebrauchtmarkt. Es wird sich daher wohl kaum jemand eines kaufen."
Olympus hat mit den mFT 8mm f1,8 Fischauge gezeigt, dass man Spitzenleistungen auch noch steigern kann. Auch das FT 8mm f3,5 ist ein sehr gutes Objektiv und eine Alternative, wenn man es gebraucht günstig bekommt. Allerdings verzichtet man damit auch auf die Entzerrung (mit der E-M1 II), die dem MFT Fischauge einen zusätzlichen Einsatzbereich als extremes Weitwinkel beschert. Ein Bonus für das FT Fischauge gegenüber mechanischen Objektiven von Fremdanbietern ist eine von der Kamera aus steuerbare Blende und der Autofokus. Das Fishcap ist ein guter Einstieg in weite Winkel und Freunden des Experimentierens ans Herz gelegt."

Technische Daten

      
Body Cap Lens 9mm 1:8.0
Hersteller: Olympus Bezeichnung: Body Cap Lens 9mm 1:8.0
Brennweite: 9 mm Herstellungszeitraum: 2014 - [[:Kategorie:|]]
Lichtstärke: 8.0 Blendenbereich: 8.0 (nicht abblendbar)
Baulänge: 12.8 mm Durchmesser: 56 mm
Gewicht: 30 g Filtergewinde: nein
Min. Entfernung: 0,2 m Max. Abbildungsm.: 1:16,7 (Micro FT) / 1:33,4 (35-mm-Format)
   
Bajonett: Micro FT Spritz-/Staubschutz: nein Bildstabilisator: nein
Bildwinkel: 140° Linsen/Baugruppen: 5/4 Blendenaufbau: fixe Blende
Innenfokussierung: Geradführung: ja Innenzoom: nein
AF-Antrieb: entfällt Fokussierung: dreistufig, manuell Zoom: entfällt
Besonderheiten: 'keine "elektronische Kopplung" mit der Kamera, nur MF, Entfernung nur in drei Stufen einstellbar

Lieferumfang

  • Body Cap Lens 9mm 1:8.0 (silber oder schwarz)
  • Hintere Objektivkappe für Micro Four Thirds Objektive (LR-2)

Galerie

Olympus Body Cap Lens 9mm 1:8.0

Hier eine kleine Galerie mit Bildern des Objektivs:

Optionales Zubehör

Filterhalter Olympus BCL 9mm FE für das Body Cap Lens 9mm 1:8.0 von Helge Süß - mit freundlicher Genehmigung von Helge Süß

Da das "Body Cap Lens" von vielen Nutzern für die "wirkliche Fotografie" genutzt wird, kam der Wunsch nach einem Einsatz von Filtern auf. Da kein Filtergewinde vorhanden ist, gestaltet sich die Verwendung "etwas schwierig".

Hier gibt es - wie in vielen Fällen - eine Lösung von Helge Süß:

Es handelt sich um einen Adapter aus Kunststoff, der im 3D-Druckverfahren ("Selective Laser Sintern") hergestellt wird und über ein Filtergewinde von 58mm (auf Anfrage ist auch 62mm möglich) verfügt. Preise und Verfügbarkeit sind direkt bei Helge Süß zu erfragen.

Hier zwei Bilder des Filterhalters:

Weblinks

Beispielaufnahmen

"Strom", Olympus Body Cap Lens 9mm 1:8.0, OM-D E-M10

Bitte beachten:
Die tatsächliche Darstellung von Bokeh, Schärfe, Kontrast, Schärfentiefe etc. treten erst bei der Betrachtung in "Vollauflösung" in Erscheinung, hierzu wurden viele Bildbeispiele in Originalgröße (aber stark komprimiert) hinterlegt.